Rassespezifische Krankheiten

Rassespezifische Krankheiten

Unsere Hunde sind getestet auf folgende rassespezifische Krankheiten:

Von-Willebrand-Erkrankung (vWD) – Blutgerinnungsstörung

Diese Krankheit macht, dass das Blut nicht richtig gerinnt. Wenn sich ein Hund schneidet, kann es sein, dass die Blutung nicht von selbst stoppt. Unsere Hunde sind darauf getestet – das heißt, sie tragen diese Krankheit nicht weiter.

Progressive Retinaatrophie (PRA / prcd-PRA) – Augenkrankheit

Diese Krankheit betrifft die Augen und kann dazu führen, dass ein Hund langsam blind wird. Es beginnt meist im Dunkeln, und später sieht der Hund auch am Tag schlechter. Wir lassen unsere Hunde auf diese Augenkrankheit testen, damit die Welpen gesunde Augen haben.

Degenerative Myelopathie (DM / SOD1A) – Nerven- und Muskelschwäche

Bei dieser Krankheit können die Hinterbeine langsam schwach werden, weil die Nerven nicht mehr richtig funktionieren. Der Hund bekommt Schwierigkeiten beim Laufen. Wir achten bei der Zucht darauf, dass diese Krankheit nicht weitervererbt wird.

Neonatale Enzephalopathie (NE) – Gehirnkrankheit bei Welpen

Diese sehr seltene Krankheit zeigt sich bei ganz jungen Welpen: Sie können sich kaum bewegen oder trinken. Ohne Hilfe würden sie nicht überleben. Unsere Zuchthunde sind getestet, damit so etwas gar nicht erst vorkommt.

Ehlers-Danlos-Syndrom Typ 1 (EDS) – Haut- und Bindegewebskrankheit

Die Haut ist dabei zu weich, zu dehnbar und reißt leicht. Auch Gelenke können zu locker sein. Wir testen unsere Hunde auf diese Krankheit, damit sie gesunde Haut und kräftige Gelenke haben.

MDR1 – Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten

Manche Hunde vertragen bestimmte Medikamente nicht, zum Beispiel gegen Parasiten. Ihr Körper kann sie nicht richtig abbauen. Wir testen unsere Hunde, damit im Notfall der Tierarzt genau weiß, was er geben darf.

GM2-Gangliosidose (Pudelvariante, HEXB) – Stoffwechselkrankheit

Diese Krankheit ist sehr selten und betrifft das Gehirn, die Augen und die Muskeln. Betroffene Hunde bauen wichtige Stoffe im Körper nicht richtig ab – das macht sie krank. Unsere Hunde sind frei von diesem Gendefekt.

Augenkrankheit
Katarakt (Grauer Star)

Das ist eine Augenerkrankung, bei der die Linse trüb wird – der Hund sieht dann schlechter, fast wie durch eine Milchglasscheibe. Wird es schlimmer, kann der Hund sogar fast blind werden.

Patella luxation

Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer normalen Position – das tut weh und der Hund humpelt manchmal oder hebt das Bein kurz an. Besonders kleine Hunde wie Zwergpudel sind öfter betroffen.

Infektionskrankheiten

Staupe (Canine Distemper)

Eine hochansteckende Viruserkrankung, die Atemwege, Magen-Darm-Trakt und Nervensystem betreffen kann. Sie verläuft häufig schwer und kann bleibende Schäden oder Todesfälle verursachen.

Parvovirose

Eine besonders gefährliche Viruserkrankung, vor allem für Welpen. Typisch sind schwerer Durchfall, Erbrechen und schnelle Austrocknung. Ohne rechtzeitige Behandlung kann die Erkrankung lebensbedrohlich sein.

Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung)

Eine Virusinfektion, die vor allem Leber, Nieren und Blutgefäße schädigen kann. Sie kann mit Fieber, Mattigkeit und Organproblemen einhergehen und teilweise sehr schwer verlaufen.

Parainfluenza (Zwingerhusten-Komponente)

Ein Virus, das an Atemwegserkrankungen beteiligt ist. Es kann Husten, Nasenausfluss und allgemeines Unwohlsein verursachen. Besonders in Situationen mit vielen Hunden (z. B. Hundeschulen oder Pensionen) besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

Leptospirose

Eine bakterielle Infektionskrankheit, die über verunreinigtes Wasser oder den Urin infizierter Wildtiere übertragen werden kann. Sie kann verschiedene Organe betreffen und unterschiedlich schwer verlaufen.

Unser Impfkonzept

Sicherheit und Verantwortung von Anfang an

Die Gesundheit unserer Hunde und Welpen steht für uns an erster Stelle. Ein durchdachtes und verantwortungsvolles Impfmanagement ist daher ein zentraler Bestandteil unserer Zuchtphilosophie.

Wir orientieren uns konsequent an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Veterinärmedizin sowie an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) und internationalen Leitlinien, insbesondere des Weltverbandes der Kleintierärzte (WSAVA).

Unsere Zuchthündinnen verfügen über einen sehr guten Immunstatus. Dadurch erhalten unsere Welpen über die maternalen Antikörper der Mutterhündin einen wichtigen natürlichen Nestschutz in den ersten Lebenswochen. Dieser kann – individuell unterschiedlich – bis etwa zur 12. Lebenswoche bestehen und bildet eine wertvolle Grundlage für eine sichere Impfplanung.

Impfstart bereits in der 5. Lebenswoche

Unsere Welpen werden frühzeitig mit dem speziell für junge Hunde entwickelten Impfstoff Nobivac® DP Plus (MSD Animal Health) gegen Staupe und Parvovirose geimpft.

Dieser Impfstoff ist darauf ausgelegt, trotz vorhandener maternaler Antikörper eine Immunantwort auszulösen. Dadurch kann das Risiko einer sogenannten Immunitätslücke bei diesen beiden besonders schweren Viruserkrankungen deutlich reduziert werden.

Grundimmunisierung in der 8. Lebenswoche

Mit acht Wochen erfolgt die weitere Grundimmunisierung mit Nobivac® SHPPi (MSD Animal Health) gegen:

Damit legen wir eine wichtige Basis für den langfristigen Schutz unserer Welpen.

Bewusste Entscheidung zur Leptospirose-Impfung

Die Leptospirose-Impfung führen wir in diesem Alter nicht routinemäßig im Kombinationsimpfstoff durch.

Gerade bei sehr kleinen Hunden und Zwergrassen – wie sie in unserer Zucht vorkommen – sind nach kombinierten Impfungen vermehrt Impfreaktionen beschrieben worden. Auch eigene Erfahrungen sowie der Austausch mit Tierärzten und Züchterkollegen bestätigen dies.

Da diese Impfung problemlos zu einem späteren Zeitpunkt separat erfolgen kann, empfehlen wir unseren Welpenfamilien, die Leptospirose-Impfung im Rahmen der 12-Wochen-Impfung individuell mit dem betreuenden Haustierarzt zu planen.

So kann die Entscheidung optimal an Lebensumstände, Infektionsrisiko und Körpergewicht des Welpen angepasst werden.

Unser Ziel ist immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bestmöglichem Infektionsschutz und größtmöglicher Sicherheit für unsere Welpen.

Wir informieren alle Familien frühzeitig und transparent über unser Impfkonzept und treffen gesundheitliche Entscheidungen mit großer Sorgfalt und Verantwortung, wenn diese dem Wohl unserer Hunde dienen.

Warum die Tollwutimpfung erst ab der 12. Lebenswoche erfolgt

Welpen gut immunisierter Mutterhündinnen verfügen in den ersten Lebenswochen über maternale Antikörper, die Impfstoffe – insbesondere Tollwutimpfstoffe – neutralisieren können. Dadurch kann die Ausbildung eines sicheren aktiven Impfschutzes verhindert werden.

Aus diesem Grund gilt eine wirksame Tollwut-Immunisierung in der Regel erst ab etwa der 12. Lebenswoche als sinnvoll, wenn die maternalen Antikörper ausreichend abgefallen sind.

Dementsprechend ist die Tollwutimpfung auch rechtlich vorgegeben und erst ab diesem Alter zulässig, unter anderem im Rahmen tierschutz- und tierseuchenrechtlicher Bestimmungen.

Da der Abfall maternaler Antikörper individuell unterschiedlich verlaufen kann, sollte die weitere Impfplanung stets in enger Abstimmung mit dem betreuenden Tierarzt erfolgen.